Wie Sie sich richtig verhalten, wenn Einbrecher im Haus sind

Schutz vor Einbrechern
Es ist der absolute Albtraum: Sie liegen in Ihrem Bett und schlafen seelenruhig. Auf einmal werden Sie wach von einem Geräusch im Wohnzimmer. Sie hören ein klirren und fremde Schritte, die sich durch Ihr Haus oder Ihre Wohnung bewegen. Ein Einbrecher ist in Ihre vier Wände eingedrungen und durchwühlt die Zimmer Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung auf der Suche nach Bargeld, Schmuck, Elektronik oder sonstigen Wertgegenständen und hat es eventuell sogar auf Ihr Auto abgesehen und versucht nun an die Schlüssel zu gelangen. Eine absolute Horrorvorstellung! Doch tatsächlich ist diese Bedrohung größer als die meisten Menschen befürchten würden.

Einer aktuellen Kriminalitätsstatistik zu Folge, wird in Deutschland alle drei Minuten ein Einbruch verübt. Alle drei Minuten wird somit jemand zum Opfer eines Wohnungs- oder Hauseinbruchs. Am Tag sind es somit statistisch 480 Fälle. Auch wenn wir Ihnen von Herzen wünschen, dass Sie niemals in eine solche Situation kommen, ist die Gefahr dennoch so groß, dass Sie sich auf jeden Fall einmal Gedanken machen sollten, wie Sie sich im nicht unwahrscheinlichen Fall der Fälle verhalten sollten. Je besser man sich auf solch eine Extremsituation vorbereitet, desto leichter wird es für Sie im Ernstfall sein, sich möglichst optimal zu verhalten.

Wie Sie sich verhalten sollten und was Sie unbedingt vermeiden sollten, wenn sich ein Einbrecher bei Ihnen im Haus oder der Wohnung befindet, werden wir Ihnen in diesem Artikel zeigen.

Behalten Sie die Nerven

Auch wenn es sich um eine absolute Ausnahmesituation handelt, die für Sie beängstigend und schockierend ist: Bleiben Sie ruhig und versuchen Sie einen klaren Kopf zu bewahren um rational handeln zu können. Vermeiden Sie unter allen Umständen emotionale und unüberlegte Handlungen und bedenken Sie, dass der Einbrecher selbst ebenfalls unter "Strom" steht und es für ihn genauso eine Ausnahmesituation darstellt. Denn für den Einbrecher steht einiges auf dem Spiel. Sollte er von der Polizei erwischt werden, so droht ihm in jedem Fall eine Anzeige und bei einem entsprechenden Vorstrafenregister ist sogar eine Freiheitsstrafe möglich.

Vermeiden Sie die Konfrontation

Der Einbrecher verfolgt einen genauen Masterplan bei seinem Einbruch, der keine Konfrontation vorsieht. Vielmehr will er schnell in ein Haus oder eine Wohnung einsteigen, möglichst viele werthaltige Gegenstände einstecken und unbemerkt wieder herausschleichen. Sollten Sie nun den Einbrecher auf frischer Tat erwischen, dann kann dies zu zwei verschiedenen Handlungen führen. Entweder, und das wäre die für Sie bessere Alternative, wird der Einbrecher alles stehen und liegen lassen und das Weite suchen oder er wird nicht den Fluchtinstinkt nutzen, sondern auf "Angriff" schalten. In die Enge getrieben, selber überrascht und mit der Situation überfordert (vielleicht auch, weil er aufgrund der Stresssituation orientierungslos ist) wird der Angreifer, der vollgepumpt ist mit Adrenalin, keinen anderen Ausweg sehen, als mit Ihnen zu kämpfen. Dies birgt die Gefahr, dass der Einbrecher, der eventuell eine Waffe bei sich tragen kann, Sie verletzt oder gar töten könnte, obwohl dies nie Teil des ursprünglichen Plans des Einbrechers war.

Ergreifen Sie die Flucht

Ihre erste Alternative sollte immer die Flucht sein. Auch wenn es schwer fällt, das eigene Haus oder die Wohnung einem Fremden zu "überlassen", handelt es sich hierbei um die sinnvollste und vor allem sicherste Handlung für Sie. Versuchen Sie auf sicherem Wege aus Ihrem Haus oder der Wohnung zu gelangen und bringen Sie sich nicht in Gefahr. Klettern Sie nur aus Fenstern im Erdgeschoss und riskieren Sie keine lebensgefährlichen Stürze aus luftigen Höhen. Rufen Sie erst nach Ihrer erfolgreichen Flucht die Polizei.

Verhalten, falls eine Flucht nicht möglich ist

Sollten Sie keine Möglichkeit haben zu flüchten, dann schließen Sie sich in einem Zimmer ein und schieben Sie einen Schrank oder schweren Tisch vor die Türe um einen Aufbruch zu verhindern. Achten Sie darauf, dass es sich um ein Zimmer mit einer möglichst massiven Holztür handelt und vermeiden Sie unter allen Umständen den Einschluss in einem Zimmer mit Glastür um im Fall der Zerstörung eine Verletzung zu verhindern. Sofern sich noch andere Personen mit Ihnen im Haus oder der Wohnung befinden, zum Beispiel schlafende Kinder, so gilt es selbstverständlich diese zu sich in das Zimmer zu holen bevor Sie das Zimmer verriegeln. Denken Sie daran, ein Telefon mitzunehmen und nachdem Sie sich verbarrikadiert haben, die Polizei zu alarmieren. Teilen Sie dem Notruf der Polizei auch mit, wo sich der Einbrecher im Haus befindet und wo Sie sich aufhalten und wer sich noch mit Ihnen im Zimmer befindet. Machen Sie möglichst viel Lärm und versuchen Sie so den Einbrecher zu verjagen. Die meisten Einbrecher werden, aus Ihrer Angst heraus erwischt zu werden, von alleine die Flucht ergreifen.

Falls Sie doch dem Einbrecher begegnen

Sollten die beiden vorgenannten Tipps nicht umsetzbar sein und Sie begegnen doch wider erwarten dem Einbrecher, dann sollten Sie ihn keinesfalls attackieren und handgreiflich werden. Bleiben Sie ruhig und machen Sie nicht den Fehler und provozieren den Einbrecher. In den allermeisten Fällen ergreifen Einbrecher, wenn sie auf frischer Tat ertappt werden, ganz von alleine die Flucht. Merken Sie sich aber in jedem Fall auffällige Details an Kleidung oder Aussehen des Einbrechers um bei der Polizei eine möglichst präzise Beschreibung des Täters abgeben zu können.

Was ist bei einer körperlichen Auseinandersetzung erlaubt?

Auch wenn es, wie bereits oben beschrieben, nicht empfehlenswert ist und vermieden werden sollte, besteht immer die Gefahr, dass es zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit dem Einbrecher kommen kann. Hierbei handelt es sich grundsätzlich um eine Situation, in der Sie, in Notwehr handelnd, auch zur Gewalt in einem angemessenen Maße greifen dürfen. Sollte es Ihrerseits zu einer Körperverletzung gegenüber dem Einbrecher kommen, so wird ein Richter Art und Umfang sowie die Verhältnismäßigkeit prüfen. Einem Einbrecher einen Faustschlag auf die Nase zu verabreichen und in die Flucht zu schlagen wird in den meisten Fällen als geeignetes Mittel der Notwehr angesehen. Einen unbewaffneten und bereits flüchtenden Einbrecher ausserhalb des Hauses mit einem Baseballschläger zu verprügeln stellt in den Augen eines Richters sicherlich keine Notwehr sondern eine schwere Straftat dar.

Wie Sie sich nach dem Einbruch verhalten sollten

Melden Sie den Einbruch sofort bei der Polizei und Ihrem Versicherer, sofern Sie eine Hausratversicherung besitzen. Fassen Sie nichts an und räumen Sie unter keinen Umständen auf. Nur so kann die Spurensicherung der Polizei Spuren des Täters aufnehmen um den Einbrecher bestmöglich zu ermitteln. Sollte Ihnen Ihr Portemonnaie mit EC-Karte oder Kreditkarte entwendet werden, so sollten Sie sofort die Sperrhotline anrufen und Ihre Karten unverzüglich sperren lassen. Nur so verhindern Sie kostspielige Folgeschäden!

Erstellen Sie als nächstes eine Liste mit allen Gegenständen, die im Rahmen des Einbruchs entwendet oder beschädigt wurden. Erfassen Sie in der Liste ebenfalls den Neuwert der Wertgegenstände sowie eine genaue Beschreibung oder im besten Fall sogar Fotos. Geben Sie diese Liste der Polizei und Ihrem Versicherer. Die Polizei kann so, sobald ein Täter und dessen Versteck ermittelt werden kann, die Gegenstände identifizieren und Ihnen zuordnen. Der Versicherer weiß so, wieviel Geld er Ihnen erstatten soll. Reichen Sie dem Versicherer ebenfalls Kaufbelege und Rechnungen von hochpreisigen Gegenständen wie Uhren oder Schmuck ein.

Verarbeiten Sie den Schock und beugen Sie einem erneuten Einbruch vor!

Sollte Sie der Einbruch und die Tatsache, dass ein Fremder in Ihr Haus oder Ihre Wohnung eingedrungen ist, sehr stark belasten, dann sollten Sie sich professionelle Hilfe bei einem Psychologen suchen. Damit Ihnen ein solches Erlebnis zukünftig erspart bleibt gibt es günstige aber sehr effektive Maßnahmen, mit denen Sie Ihr Heim optimal absichern können. Ein Türalarm sowie ein Fensteralarm verhindert sehr effektiv das Aufbrechen der Haustür sowie der Fenster. Bei einem gewaltsamen Öffnen wird der Einbrecher von einem extrem lauten und unangenehmen Alarmsignal überrascht und in den meisten Fällen bereits erfolgreich in die Flucht geschlagen. Ebenfalls ein sehr geeignetes Mittel um Einbrüche zu vermeiden und gleichzeitig, selbst bei Abwesenheit, die Kontrolle über Ihr Haus zu behalten, stellt eine professionelle Alarmanlage dar. Hier haben Sie die Möglichkeit, neben einem lauten Alarmsignal auch einen stillen Alarm auf einer Telefonnummer Ihrer Wahl auszulösen. Zudem können Sie die Funktion nutzen, per Gegensprechanlage in den Raum zu sprechen oder hineingehören und so auf Nummer sicher zu gehen, ob es sich tatsächlich um einen Einbruch oder Fehlalarm handelt. Eine weitere, sehr kreative Möglichkeit mit der Einbrecher erfolgreich abgeschreckt werden, stellt der elektronische Wachhund dar. Dieser wird in der Nähe der Haustür platziert und löst, sobald sich jemand der Türe nähert, ein täuschend echtes Hundebellen aus, das den Einbrecher sehr wahrscheinlich in die Flucht schlagen wird.

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