An welchen Orten/Situationen kommt es häufig zu Überfällen?

Gefährliche Situation
Es ist Nacht. Sie kommen gerade von einer Feier und sind auf dem Weg zur Bahn. Leicht angetrunken und euphorisiert vom schönen Abend, den Sie mit Ihren Freunden in einer Kneipe oder Bar verbracht haben, bemerken Sie nicht, dass sich Ihnen jemand von hinten nähert. Auf einmal greift diese Person nach Ihrer Handtasche und entreisst Sie Ihnen. Eh Sie sich versehen können, rennt der Räuber schon im Schutze der Dunkelheit mit der Beute weg. Dazu zählt die Tasche selbst aber auch das Portemonnaie samt Bargeld, EC- und Kreditkarte, Führerschein, Personalausweis, vermutlich das Mobiletelefon sowie Ihre Schlüssel. Jetzt beginnt der Ärger erst, denn die Karten gilt es so schnell wie möglich sperren zu lassen. Der Gang zum Amt um den neuen Ausweis, Führerschein und eventuell auch den Fahrzeugschein zu beschaffen ist unausweichlich. Da der Räuber nun aufgrund Ihres Ausweisdokumentes auch über Ihre Adresse verfügt und gleichzeitig im Besitz Ihres Schlüssels ist, wird ein Wechsel des Türschlosses unausweichlich.

Dieses Beispiel soll verdeutlichen, wie schnell es passieren kann, dass man Opfer eines solchen Verbrechens wird. Egal ob Mann oder Frau, jung oder alt - Jeder kann Opfer einer Gewalttat werden und wir alle werden im Alltag tagtäglich mit Kriminalität konfrontiert. Doch was können Sie unternehmen, um sich zu schützen und ist dies überhaupt möglich? Im Folgenden gehen wir diesen Fragen nach und zeigen auf, in welchen Situationen für wen die größten Gefahren lauern.

Grundsätzliches zur Sicherheit

Wenn man sich, wie im obigen Beispiel geschildert, nachts auf dem Nachhauseweg befindet und sich das ungute Gefühl meldet, dass einem sagt: "im Dunkeln möchte ich diese Strecke eigentlich nicht gehen, zumal sie auch noch so schlecht beleuchtet und verlassen ist." dann tut man oft gut daran, dem eigenen Bauchgefühl Gehör zu verleihen und die Warnsignale zu befolgen. Dadurch kann man schon oft potentiellen Gewaltsituationen im Voraus aus dem Weg gehen. Insbesondere in den Großstädten sind die wirklich gefährlichen Orte und Ecken hinreichend bekannt und können so gemieden werden. Zwar wird auch immer wieder behauptet, dass es in einem sicheren Land wie Deutschland keine sogenannten "No-go Areas" geben kann und darf - aber die Realität sieht leider hin und wieder etwas anders aus! Und genau deswegen sollten Sie die offensichtlichen Gefahrenpotentiale zu Ihrem eigenen Schutz meiden.

Wir haben bereist gerade eben festgestellt, dass grundsätzlich Jeder das Opfer eines Raubüberfalls werden kann, dennoch gibt es einige Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit für diesen Umstand wahrscheinlicher machen.

Wer ist das „perfekte“ Opfer für einen Raubüberfall?

Räuber suchen sich Ihre Opfer häufig gezielt danach aus, wo sie mit hoher Wahrscheinlichkeit der geringste Widerstand erwartet. Hierbei achten die Räuber bewusst oder unbewusst auf verschiedene körperliche und psychische Signale bei Ihrem Opfer:

Schlecht trainiert/nicht gut in Form

Ein Opfer, das schwach und vielleicht kurzatmig ist, wird dem Agressor keine körperliche Gewalt entgegensetzen können. Auch wird es wahrscheinlich nicht über die notwendige sportliche Grundlage verfügen, um den Kriminellen nach einem Raub zu verfolgen und stellen zu können. Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass sich die Täter gezielt Opfer suchen, die Ihnen körperlich unterlegen sind. Dasselbe gilt leidrr auch für Menschen mit einer körperlichen Behinderung oder Gebrechen, denn auch diese Menschen können sich in den meisten Fällen nicht so gut wehren und die Täter schrecken selbst vor dieser Zielgruppe nicht zurück.

Betrunkenheit macht zum Opfer!

Ein erhöhter Alkoholpegel kann Sie wehrlos und somit zum gefundenen Fressen für einen Räuber machen. Denn ein torkelnder Gegner ist eigentlich gar keiner, sondern nur ein Opfer. Sorgen Sie dafür, insbesondere dann, wenn Sie nachts unterwegs sind, dass Sie immer Herr oder Frau der Lage sind und auf alle Ihre Sinne zurückgreifen können. Alkohol führt dazu, dass Angstgefühl zu betäuben, was in Gefahrensituationen eindeutig zu Ihrem Nachteil ist. Das Schlimmste, was in diesem Zusammenhang passieren kann ist, dass Sie zuviel Alkohol konsumieren und zusammengesunken und schlafend irgendwo draussen herumsitzen oder liegen. Dies gleicht einer schriftlichen Einladung zu einem Raubüberfall und kann sogar noch viel schlimmer für Sie enden.

Unsicherheit ist ein Zeichen von Schwäche!

Personen, die sich unsicher verhalten in dem Sie beispielsweise immer geduckt gehen oder Ihren Blick immer auf den Boden gerichtet haben, strahlen auf die Täter Schwäche und Hilflosigkeit aus. Dieses Verhalten wiegt den Räuber in Sicherheit und verstärkt seine Absichten, das Opfer auszurauben.

Es gibt ganz unterschiedliche Orte, an denen Sie Opfer eines Raubüberfalles werden können. Dies hängt maßgeblich von Ihrer persönlichen Lebenssituation und den Orten, an denen Sie sich aufhalten, ab.

Wo werden Frauen häufig zum Opfer eines Raubüberfalls?

Frauen sind die Hauptzielgruppe für die unter Räubern sehr beliebte Disziplin des Handtaschenraubes. Ob in der Disco, unterwegs auf einer Reise oder auf dem Weg zum oder vom Autoparkplatz: Frauen sind als Raubopfer sehr beliebt. Dies liegt unter anderem daran, dass eine Handtasche dem Täter direkt zeigt, wo sich Wertgegenstände wie das Mobiltelefon oder Portemonnaie befinden. Darüber hinaus ist das Entreissen einer Tasche, die lediglich in einer Hand oder über den Arm getragen wird ein Kinderspiel für eine. kräftigen Räuber. Der Handtaschenraub stellt ein typisches Delikt der Großstädte dar ubd ein besonderes Kriterium, dass nahezu alle Handtaschenraube aufweisen, ist das Überraschungsmoment. Dies erklärt sich damit, dass das Opfer in der Regel beim Zugriff des Räubers, nicht mit der Tat rechnet. Das Überraschungsmoment ist somit ganz klar auf der Seite des Angreifers, der dem Opfer mit Gewalt die Handtasche oder auch jeden anderen Gegenstand entreissen kann. Entweder gelingt dem Täter dies unter dem Einsatz purer Körperkraft - oder er setzt auf den überraschenden und schnellen Zugriff. Dies bedeutet, dass der Räuber zum Beispiel im Vorbeilaufen, auf einem Fahrrad oder Motorroller aus, die Tasche entreisst und besonders schnell flüchtet. Haupsächliche Tätergruppe sind Kinder, Jugendliche und junge männliche Erwachsene, deren treibendes Motiv es ist, mit einem Griff an Geld zu kommen. Die Täter schlagen dabei größtenteils im Schutze der Dunkelheit zu.

Wie kann ich verhindern, das ich zum Opfer eines Handtaschenraubes werde?

  • Prüfen Sie, bevor Sie eine Handtasche mitnehmen, ob Sie diese auch wirklich mitnehmen mitnehmen müssen oder ob sich die darin befindlichen Gegenstände nicht auch anderweitig in Ihrer Kleidung verstauen lassen.
  • Wenn Sie sich für die Mitnahme Ihrer Handtasche entschieden haben, dann tragen Sie diese möglichst unter dem Arm eingeklemmt und zu der Seite, die der Fahrbahn abgewandt ist. So können Sie das Risiko vermindern, dass Ihnen die Tasche vom Motorrad aus entwendet wird. Nutzen Sie zudem einen Schulterriemen für mehr Kontrolle über Ihre Handtasche.
  • Vermeiden Sie es, Ihre Handtasche unbeaufsichtigt oder für einen Räuber leicht erreichbar zu lassen. Lassen Sie die Tasche nicht an Ihrem Einkaufswagen oder zum Beispiel an der Stuhllehne im Restaurant hängen.
  • Bewahren Sie Ihre Ausweispapiere, Ihre Konto- und Kreditkarte sowie Ihr Bargeld immer verteilt auf mehrere Innentaschen der Kleidung und so dicht am Körper, dass Sie spüren, wenn sich Jemand daran zu schaffen machen sollte.
  • Sollte Ihnen Ihre Handtasche entwendet werden, dann leisten Sie nur dann Widerstand, wenn Sie ernsthafte Erfolgsabsichten haben. Nur dann, wenn Sie sich dem Täter körperlich überlegen fühlen, sollten Sie zu aktiver Gegenwehr greife , da es ansonsten gerade für ältere Menschen, bedingt durch Gewalteinwirkung und eventuelle Stürze zu erheblichen Verletzungen kommen kann.

Übergriffe auf Senioren

Bevorzugte Orte für Übergriffe und Raub an Senioren sind Parkanlagen, Friedhöfe, der Nachhauseweg von der Bank oder Sparkasse aber auch die eigene Wohnung oder das eigene Haus. Die bevorzugte Opfergruppe sind ältere Frauen, die ohne Begleitung alleine zu Fuß unterwegs sind. Die Täter entwenden den älteren Damen, wie bereits oben beschrieben, die Handtasche. Eine Besonderheit ist jedoch, dass sich Täter hierbei oft vor einer Bankfiliale oder Sparkasse ihr Opfer gezielt auswählen. Die älteren Damen werden dabei beim Abheben von Bargeld beobachtet und hinterher gezielt beraubt.
Ein weiterer, in letzter Zeit häufig genutztes Vorgehen ist der sogenannte "Enkeltrick". Hierbei geben sich Räuber als entfernte Verwandte von älteren Menschen aus und gaukeln diesen am Telefon eine finanzielle Notsituation vor. Dadurch veranlassen sie die ältere Person, eine größere Summe Bargeld abzuheben und verfolgen Sie dabei, um Sie hinterher auszurauben. Achten Sie bei der Auszahlung von Bargeld deshalb besonders darauf, dass Außenstehende keine Kenntnis über die Höhe des Geldbeträgen erlangen. Sie sollten sich größere Summen in separaten Räumen Ihrer jeweiligen Bankfiliale oder Sparkasse auszahlen lassen. Außerdem sollten Sie sich eine vertrauenswürdige Begleitperson suchen. Eine weitere Masche der Räuber ist es, sich unter Vorzeigen eines gefälschen Polizeiausweises, Zutritt zur Wohnung oder dem Haus der Senioren zu verschaffen und diese dann auszurauben.

Auch Männer werden häufig Opfer von Raubdelikten

Während bei Frauen der Raub der Handtasche das am häufigsten vorkommende Delikt darstellt, verlaufen Raubüberfälle auf Männer meist mit mehr Einsatz von Gewalt. Hierbi gehen die Täter wesentlich brutaler vor und sprechen Ihr Opfer meist unter einem Vorwand gezielt an um es dann zu bedeohen oder direkt mit der Faust ins Gesicht zu schlagen und auszurauben. Männer werden häufig von Fremden nach einer Zigarette, nach einem Feuerzeug oder mit der Bitte Geld zu wechseln, angesprochen. Hierbei handelt es sich oft nur um Vorwände, mit denen sich die Täter an das Opfer heranbewegen, es ablenken und dann überraschen. Dies findet häufig in Innenstädten in der Nähe von Bars statt. Abgesehen haben es die Straßenräubern vor allem auf Smartphones, hochwertige Uhren und Schmuck und natürlich auf das mitgeführte Bargeld der Opfer. Als vorrangige Motivation der meist jungen Straßenräuber kann das Ausleben des Dominanzverhaltens, Langeweile oder auch die Nachahmen von Vorbildern angesehen werden. Die Bereicherungsabsicht steht in den meisten Fällen nicht im Vordergrund. Diese meist sehr jungen Täter machen auch nicht vor Kindern halt und rauben diesen, meist auf dem Schulweg, ihre Schulsachen oder auch hochwertige Bekleidung sowie Spielsachen.

So können Sie sich vor Straßenräubern schützen:

Meiden Sie dunkle und abgelegene Straßen und nutzen Sie stattdessen hoch frequentierte und gut beleuchtete Hauptstraßen - auch dann, wenn dies für Sie ein Umweg darstellt. Versuchen Sie nachts am besten immer in einer größeren Gruppe unterwegs zu sein.
Nehmen Sie, insbesondere dann wenn Sie erwas mehr Alkohol konsumiert haben, öffentliche Verkehrsmittel oder Taxis in Anspruch und gehen Sie keine längeren Strecken alleine zu Fuß. Da es Räuber in erster Linie auf Ihr Bargeld abgesehen haben, sollten Sie beim Abheben in Banken, an Geldautomaten besonders vorsichtig sein. Vermeiden Sie es, in der Öffentlichkeit Ihr Bargeld zu zählen und nutzen Sie stattdessen den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Achten Sie immer darauf, wer Sie eventuell verfolgt und variieren Sie Ihre Geschwindigkeit un zu sehen, wie sich derjenige hinter Ihnen verhält.

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